Die gebräuchlichsten Dialektausdrücke im Stocksport:

 (Aus dem Buch „Gewinnen beim Eissport und Stocksport“ 1994 von Kurt Wernbacher)

 

Ansteher: „Anstellen“, den eigenen Stock exakt vor den gegnerischen Stock stellen (spielen).

 

Anstückeln: den eigenen Stock treffen und ihn ein Stück der Daube näherbringen.

 

Anschauen: „Schau‘ ihn innen an“ ist keine Aufforderung die Innenseite des Stockes zu betrachten, sondern den gegnerischen Stock auf der zur Daube stehenden Seite zu treffen.

 

Auflage: „Schlecht aufg‘legt“ heißt nicht, der Spieler ist schlechter Laune, sondern er hat den Stock nicht flach von der Abspielstelle weggeschoben; der Stock „wabbelt“, verfehlt die Richtung, wird zu kurz; neuerdings jedoch zum „Maß aller Dinge“ hochgejubelt, da sich der Stock oft hinter eine davorstehenden Stock des Gegners schieben kann, eben „wabbelt“.

 

Ausbleiber: der Stock wurde zu kurz gespielt, hat das Zielfeld nicht erreicht oder ist im Zielfeld zu kurz geworden, so dass der Versuch misslungen ist.

 

Daubenschupfer: ist das Spiel mit dem eigenen Stock über die Daube, um sie ein Stück weiter zu befördern, zu einem im hinteren Spielfeld befindlichen eigenen Stock. „Spiel‘ über die Daube“ ist gleichbedeutend.

 

Drucker: „Der braucht an Drucker“ –dieser Stock muss ein Stück „weiterbefördert“ werden, entweder näher zur Daube (der eigene) oder aus dem Feld (der des Gegners) durch einen mäßigen Schuss.

 

Haus: „Komm ins leere Haus“ ist keine Aufforderung zu einem Besuch, sondern bedeutet, alle Stöcke haben das Zielfeld verlassen; es ist ein Maßschuss gefragt.

 

Hänger: „Der hängt an halben Stock“, der auf der Begrenzungslinie stehende Stock steht zur Hälfte auf der Linie, ist ein Strichstock.

 

Hase: (auch Mugl), Ausdruck für die Daube, solange sie noch aus Holz (Holzwürfel) gefertigt war. Für die nun gebräuchliche Gummidaube wird dieser Ausdruck kaum mehr verwendet.

 

Maß: kein bayrisches Hohlmaß für Gerstensaft, sondern ein langsamer, maßvoller Versuch. „Komm mit an‘ Maß do her!“ – der Spieler soll mit einem maßvollen Versuch bis zur angezeigten Stelle spielen – „Do her moß’n!“

 

Moarstock: früher ein „speziell bearbeiteter“, schwerer Stock für den Moar. Jetzt der Stock des Anspielenden, der den Maßschuss zu Beginn der Kehre ins Zielfeld setzt; meist ein Stock der Gewichtsklasse M, mit schwergängiger blauer Platte gespielt.

 

Schlager: „Probier an Schlager“ heißt nicht den Versuch zu unternehmen, ein Musikstück zu schreiben oder zu interpretieren, sondern mit dem eigenen Stock zwei Stöcke zu treffen, eine sogenannte Kombination.

 

Draufschlagen: meist negativ gebraucht, ist der unglückliche Zufall, wenn der gegnerische Stock zwar vom eigenen getroffen wird, aber in seinem Verlauf wieder auf einen eigenen, anderen Stock im Zielfeld aufprallt.

 

Schuss: früher ausführen der sportlichen Tätigkeit – „Eisschießen“ – jetzt offiziell „Versuch“ genannt. Ein Schuss (Versuch) kann „laut“, „halblaut“ oder „maßig“ sein, d.h. schnell, mittelschnell oder langsam.

 

Stange: das perfekte Anstellen, so dass sich eigene und gegnerische Stöcke in Richtung Daube aneinanderreihen oder den gegnerischen Stock perfekt treffen.

 

Stingel: alter Ausdruck für Stiel.

 

Strichstock: keine obszöne Art des Sportgerätes, sondern ein Stock, der auf der auf der Begrenzungslinie des Feldes steht (s.oben)

 

Wabbeln: in den letzten Jahren in Salzburg und Oberösterreich, später überall, speziell gebräuchliche Form des Abspielens des Stockes, der sich „schwankend“ ins Zielfeld bewegt und sich meist eine Stockbreite hinter einen, vorne stehenden Stock dreht. Siehe „Auflage“

 

Ziager: „Zieher“ ist jener Stock der vor einem anderen in Bestlage ist. Nach dem Messen mit dem Maßband oder nach Abschätzung mittels Augenmaß kommt der Hinweis: „Der ziagt!“ (dieser Stock ist in Bestlage zur Daube).

 

Zweiter: „Der ziagt – mir san zweiter“, der gegnerische Stock ist näher der Daube als der eigene. Dazu noch die Zeichensprache der Spielführer zur Verständigung mit seinen Spielern im Abschussfeld.

 

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